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"Der Tourist, eine Schlüsselfigur des Jahrhunderts, eilt durch die Städte und Landschaften und blickt flüchtig um sich. Er photographiert. Er erfährt wenig oder gar nichts von dem fremden Leben, das ihn umgibt."
(Alfred Andersch, Wanderungen im Norden. 1970)
Europa

Wanderland Lombardei/Piemont
Die drei Regionen Piemonte (Piemont) und Lombardia (Lombardei) und Valle Aosta (Aostatal) liegen im nordwestlichen Italien. Hauptstadt von Piemont ist Turin (1.1 Mio. Einw.), von der Lombardei Mailand (1,6 Mio. Einw.) und vom Aostatal Aosta (38.000 Einw.).

Piemont setzt sich aus den Provinzen Alessandria, Asti, Cuneo, Novara, Turin und Vercelli zusammen.
Die Lombardei besteht aus den Provinzen Bergamo, Brescia, Como, Cremona, Mantua, Mailand, Pavia, Sondrio und Varese.
Das Aostatal ist nicht in Provinzen aufgeteilt.
Piemont und die Lombardei haben jeweils die Größe Mecklenburg-Vorpommerns und das Aostatal ist um ein Viertel größer als das Saarland. Die drei Regionen zusammen sind etwas größer als das Bundesland Niedersachsen. Die Bevölkerungsdichte der Lombardei ist mit 372 Einw./km² ungefähr doppelt so hoch wie in Piemont (ca. 174 Einw./km²); in der Bergregion von Aosta leben dagegen nur ca. 35 Einw./km² (Niedersachsen ca. 156 Einw/km²).

Berge und Dörfer auf der GTA in Piemont
Monte Rosa vom Bocch. di Campello, 60 KB Bergdorf, 80 KB

Piemont ist im Wesentlichen ein Bergland, besonders im westlichen, dem alpinen Teil (Monte Rosa, 4633 m im äußersten nördlichen Teil der Provinz Vercelli auf der schweizer Grenze). Lediglich Teile der Provinzen Novara und Vercelli liegen in der Poebene.

Die Lombardei ist eine Region der Gegensätze: die nördlichen Provinzen Sondrio, Como, Bergamo und Brescia sind größtenteils alpine Gebiete mit Höhen bis zu 4050 m (Pizzo Bernina auf der Grenze zwischen der Schweiz und der Provinz Sondrio). Die Provinzen Pavia, Mailand, Cremona und Mantova dagegen liegen größtenteils in der tief gelegenen Poebene, in der Ackerbau auf riesigen Feldern betrieben wird. Ursprünglich sind lediglich die unberechenbaren Flüsse mit ihren Auen (Ticino).

Berge und Dörfer auf der GTA in Piemont
Passo del Macagno, 73 KB Campello Monti, 82 KB

Das Aostatal ist rein alpin, u. a. mit dem Mont Blanc (4810 m) und vielen weiteren Viertausendern.

Größter Fluss in den beiden Provinzen Piemont und Lombardei ist der Po. In Piemont entwässern zahlreiche Flüsse die westlichen Alpen und münden alle - bis auf den Toce - in den Po. Der Toce dagegen fließt in den Lago Maggiore, der wiederum durch den piemontesisch-lombardischen Grenzfluss Ticino entwässert wird und der später bei Pavia in den Po mündet. Weitere größere Nebenflüsse des Pos sind Sesia (mit dem gleichnamigen Tal Valsesia), Dora Baltea (aus dem Aostatal), Orca, Lanzo, Dora Riparia, Chisone und Tanaro.
In der Lombardei fließen die Nebenflüsse des Pos von den Südalpen herab (von Nord nach Süd). Fast alle strömen durch einen dieser herrlichen norditalienischen Seen. Neben dem bereits erwähnten Ticino (Lago Maggiore) sind dies Adda (Comer See), Oglio (Lago d'Iseo) und Mincio (Gardasee). Diese Seen - dazu zählt auch noch der Luganer See - gehören schon seit Beginn des Tourismus zu den Hauptattraktionen des Landes.

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© W. Timmer 2003   Mail an den Autor, spaziergaenger@unitybox.de