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WandernDie Seiten für Spaziergänger und andere Fußgänger"Un jour de sentier: huit jours de santé!"(Leitspruch in älteren GR-Führern) |
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| Wanderregion Normandie | |
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Die Normandie im Nordwesten Frankreichs am Ärmelkanal ist in zwei Regionen
unterteilt: die Haute Normandie mit der Hauptstadt Rouen und die Basse Normandie mit der Hauptstadt Caen. Die Obere Normandie (Haute Normandie) ist politisch gegliedert in die Departements Seine Maritime (Rouen) und Eure (Evreux) und die Untere Normandie (Basse Normandie) in Manche (St. Lo), Calvados (Caen) und Orne (Alencon). Die Umgebung der Städte Rouen (ca. 400.000 Einw.), Le Havre (ca. 300.000 Einw.) und Caen (ca. 200.00 Einw.) sind dichter bevölkert. Ansonsten liegt die Bevölkerungsdichte in etwa im Mittelfeld aller französischen Regionen. Obwohl sich die Küste der Normandie nicht annähernd so zerklüftet zeigt wie die der Bretagne, so ist sie doch die zweitlängste aller französischen Regionen und prägt damit das gesamte Land. Unzählige Seebäder, lange einsame Sandstrände und hohe Kreidefelsen, aber auch hochindustrialisierte Abschnitte sowie Kriegshäfen sind an dieser Küste zu finden. Doch auch abseits der Küste hat die Normandie etwas zu bieten, z. B. mit der normannischen Schweiz in Calvados (Mont. Pincon, 365 m) und dem Parc Regional Normandie Maine in Orne (Signal d'Ecouves , 417 m) Einziger Fluss der Normandie, der hier Erwähnung finden soll, ist einer der größten Flüsse Frankreichs, die Seine. Sie fließt auf der Grenze zwischen Seine Maritime und Eure bei der Industriestadt Le Havre ins Meer.
Abendstimmung am Pirou Plage - Wattenmeer um den Mont St. Michel (s. Wanderung GR 34/223 in der Bretagne), |
- zahlreiche Sandstrände, teilweise mit Dünen, die die 100 m-Marke überschreiten (bei Biville), - feuchtes Marschland (zwischen dem Mont St. Michel und Avranches und bei Carentan) und - steil ins tosende Meer abfallende Felsen (z. B. am Cap de la Hague).
Strand nördlich von Granville Hier begann in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 1944 mit Fallschirmabsprüngen die Invasion der Alliierten gegen die deutsche Besatzungsmacht. Ungewöhnliche Strandnamen wie Utah Beach oder Ortsnamen wie Ste. Mere Eglise, Montebourg oder Ste. Marie du Mont erinnern daran und werden auch heute noch touristisch vermarktet. Die Invasion wurde übrigens sogar von Hollywood mit dem Film "The longest day" (Der längste Tag) in die entsprechend heroische Form gebracht. Wie im Landinnern sind auch an der Küste die Städte dünn gesät. Eigentlich gibt es nur eine Stadt, nämlich den von der Kriegsmarine beherrschten Hafen Cherbourg mit seinem Einzugsgebiet. Hinzu kommen noch ein paar Kleinstädte wie Granville, Coutances, Valognes und Carentan. Leider hat diese vielfältige Küste auch ihre schwarzen Flecken. Damit sind nicht angelandetes Öl aus den auf den vorgelagerten Felsen gestrandeten Schiffen gemeint (die Strände machten auch außerhalb der Saison einen sauberen Eindruck), sondern die Fabriken der Atomindustrie. Zum ersten steht an der Steilküste bei Flamanville ein Atomkraftwerk, welches das Meerwasser zur Kühlung nutzt. Nur wenig weiter folgt bei Beaumont die Wiederaufarbeitungsanlage für atomare Brennstäbe (Usine de Retraitement de la Hague). Es handelt sich bei dieser Atomfabrik um einen fast 3 km langen und 1 km breiten Industriekomplex, der wahrscheinlich bei jedem Wanderer zwiespältige Gefühle aufkommen lässt.
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