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"Psychogramm
der Niederrheiner weiß nichts kann aber alles erklären
das heißt er weiß schon einiges kann auch nicht alles erklären
aber er bleibt doch zeitlebens ein weltscheuer Mensch
obwohl er mit aller Welt ganz gut umgehen kann
wenngleich er zuletzt doch Menschenfremd und Menschenleer
in seiner Gegend herumsteht

In seiner Gegend
das ist auf dem flachen Lande
durch das ein kalter Rhein sein Bett geschlagen hat
da steht er
unbeweglich weil unbeholfen
im Rücken die ewigen Feuer der Hochöfen
vom anderen Ufer
und vor sich die letzten schwarz-weißen Kühe
verkrüppelte Weidenbäume und überall Grüspankirchturmspitzen
ein wenig abwesend aber nicht wenig mißtrauisch steht er da
den fast schon niederländischen Kopf voller Erinnerungen und
Geschichten
die alle keinen Anfang und kein Ende haben
und wenn sie nicht im Sande verlaufen
dann sitzen sie in seiner Seele
unlösbar"

(aus: Überall ist Niederrhein, Hanns Dieter Hüsch, Mercator-Verlag)

Europa

Wandergebiet Niederrhein

Der Niederrhein ist geographisch gar nicht so leicht zu umreißen. Deshalb halte ich mich hier an die Definition der Touristik-Agentur Niederrhein.

Der Niederrhein beginnt also im Nordwesten an der Grenze bei Nijmegen (NL), umfasst das Land zwischen Rhein und niederländischer Grenze und zieht sich nach Süden hin bis zu einer Linie der Städte Aachen - Leverkusen.

Die größten Städte am Niederrhein sind Duisburg, Krefeld und Mönchengladbach. Daneben sind die kleineren Städte Kleve, Emmerich, Wesel, Viersen und die Industriestädte Dinslaken, Moers und Neuss bekannt. Außerdem gibt es noch eine Vielzahl von idyllischen Orten wie Kalkar, Goch, Xanten, Kempen, Brüggen und andere. Auch die grenznahen niederländischen Städte wie Nijmegen, Venlo und Roermond werden gerne besucht.

Politisch besteht das Wandergebiet Niederrhein aus Teilen der nordrhein-westfälischen Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln. Es umfasst die Kreise Kleve, Wesel, Viersen, Neuss, Heinsberg und die kreisfreien Städte Duisburg, Krefeld und Mönchengladbach.

Natürlich hat die Tourismusregion Niederrhein ihren Namen von ihrem größten Fluss, dem Rhein.

Einige kleinere Flüsse zwischen Rhein und Maas wie Niers, Erft, Schwalm und Rur prägen jedoch ebenfalls die Landschaft. Es gibt keine nennenswerten Berge, dafür einige bewaldete Sanddünen, so dass man als Wanderer durchaus auf einem Tagesmarsch einige Höhenmeter zu überwinden hat.

Der Rhein zwischen Düsseldorf und Duisburg

Der Nieder-Rhein, 17 KB

Auch wenn das Wandergebiet von großen Wäldern (Reichswald, Wald an der niederländischen Grenze bei Brüggen) durchzogen wird, so handelt es sich eigentlich doch um eine stark landwirtschaftlich genutzte Gegend. Zahlreiche Wiesen mit ihren Wahrzeichen, den alten hohlen Kopfweiden, liegen am Weg. Oft sind sie im Morgendunst nur schemenhaft zu erkennen. Daneben gibt es auch viel Ackerland.

Ein ganz besonderes Naturschauspiel bietet die Überwinterung zehntausender sibirischer Wildgänse in den Rheinauen in der Nähe von Kranenburg. Im Winter kann der Wanderer Zeuge werden, wenn richtige Wolken - bestehend aus unzähligen Gänsen - aufsteigen und von einer Wiese zur anderen fliegen.

Hinterlasse nichts als deine Fußspuren!


© W. Timmer 2006   Mail an den Autor, spaziergaenger@owl-online.de

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