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"Es lastete ein langer trübseliger Winter über dem Eifeldorf. Manchen Tag blieben die Türen und Fensterläden fest geschlossen, man schützte sich gegen den pfeifenden Sturm, so gut es anging. Und verschlafen ging es auf den Höfen zu; kein Pferd wurde angespannt, kein Vieh ausgetrieben, alles blieb in den warm-dunstenden Ställen. Am Brunnenrohr hingen vereiste Tränen ..."
(Clara Viebig, Der Vater, aus: Heimat, Eifel-Novellen, Rhein-Mosel-Verlag)
Europa

Wandergebiet Eifel

Die Eifel ist ein Mittelgebirge, welches im Osten durch den Rhein und im Süden durch die Mosel begrenzt wird. Auch nach Norden hin ist ein Abgrenzung leicht: dort wo die ersten Berge aus der Kölner Bucht aufragen, beginnt die Eifel. Im Westen jedoch ist keine klare Grenze zwischen Eifel und Ardennen festzustellen. Das Beste ist, man nimmt die Staatsgrenze von Belgien und Luxemburg.

Politische teilen sich zwei Bundesländer das Wandergebiet: Die Nordeifel gehört mit dem Regierungsbezirk Köln und den Landkreisen Aachen, Düren, Euskirchen und dem Rhein-Sieg-Kreis zu Nordrhein-Westfalen.
In Rheinland-Pfalz liegt die Südeifel mit den Kreisen Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Daun, Bitburg-Prüm und Bernkastel-Wittlich.

Das Wandergebiet wird in zwei Großlandschaften unterteilt:
in die Westeifel mit Rureifel, westliche Hocheifel u. a. und
in die Osteifel mit Kalkeifel, Ahreifel, Rheineifel, Moseleifel, Vulkaneifel u. a.

Damit wird auch schon die Besonderheit dieses Mittelgebirges genannt. Die zentralgelegene Vulkaneifel umfasst mehr als 200 erloschene Vulkane. Die Lavaergüsse prägen hier noch heute das Landschaftsbild ebenso wie die hier Maare genannten Kraterseen. Der schönste Kratersee ist der Laacher See.
Neben den Vulkanseen liegen in der Nordeifel noch einige Talsperren, wobei der Rurstausee der Größte der Bundesrepublik ist.

In Folge der durchschnittlichen Höhe des Berglandes von 600 m (höchster Berg: Hohe Acht mit 747 m) kann nur Waldwirtschaft und Viehzucht betrieben werden; in den Täler mit den Dörfern und Städtchen ist neben Handwerk und Industrie auch Tourismus zu finden. Außerdem wird im Ahr-, Rhein- und Moseltal Wein angebaut.

Großstädte findet man nur am Rande der Eifel. Es sind dies Aachen, Bonn, Koblenz und Trier. In der Eifel selbst liegen nur Kleinstädte. Im nordrhein-westfälischem Teil sind dieses Schleiden, Hellenthal, Dahlem, Bad Münstereifel, Blankenheim und nicht zu vergessen die "Perle" der Nordeifel: Monschau. Im rheinland-pfälzischen Teil sind es Prüm, Gerolstein, Daun, Bitburg, Bad Neuenahr und Mayen. Das Städtchen Adenau soll wegen seiner Nähe zum Nürburgring auch noch erwähnt werden.

Die Flüsse entwässern das Bergland zur Maas, zum Rhein und zur Mosel. In die Maas fließt die Rur; Erft und Ahr u. a. ergießen sich in den Rhein und in Richtung Mosel fließen Sauer, Kyll, Lieser u. a.

Schon in römischer Zeit spielte die Eifel eine wichtige Rolle, da sie in dem Städtedreieck Köln, Trier und Koblenz lag. So holten die Römer nicht nur ihr Wasser (Wasserleitung Nettersheim - Köln mit entsprechendem Wanderweg), sondern auch die Steine für Bauwerke aus der Eifel.

Die Eifel hat auch den ersten Nationalpark Nordrhein-Westfalens. Ein ehemaliger Truppenübungsplatz der belgischen Streitkräfte bildet den Mittelpunkt dieses außergewöhnlichen Berglandes.

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© W. Timmer 2008   Mail an den Autor, spaziergaenger@owl-online.de

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